Positive Veränderungen durch Frauen im Handwerk

 

Die folgenden Texte stammen aus der Broschüre "Frauen im Handwerk - Potentiale nutzen, Chancen verbessern" des ZdH (Zentralverband des Deutschen Handwerks) und des Life e.V..

  

Hier der link zur ca. 30-seitigen Broschüre:

www.zdh.de/fileadmin/user_upload/themen/Sozial-und-Tarifpolitik/Frauen_und_Familie/Brosch_re_Frauen_im_Handwerk.pdf

 

 

Positive Erfahrungen der Betriebe und der Frauen selber

 

Waren vor einigen Jahrzehnten Frauen in bestimmten Handwerksberufen noch eine Ausnahme-Erscheinung, so ist heute in vielen Betrieben die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Frauen und Männern eine Selbstverständlichkeit. Nicht zuletzt auch, weil die Praxis zeigt, dass Frauen ebenso kompetent, motiviert und erfolgreich arbeiten wie ihre Kollegen.

 

Wie kleine, mittlere und große Firmen übereinstimmend berichten, verbessern sich Betriebsklima und Arbeitsabläufe, wenn Frauen und Männer zusammenarbeiten. Unterschiedliche Herangehensweisen, Kompetenzen und Umgangsformen bereichern ein Unternehmen, sie fördern die Kollegialität unter den Mitarbeitern und verbessern den Umgang mit Kunden.

 

Die Erfahrungen des Life e.v. ebenso wie andere Untersuchungen zeigen, dass junge Frauen, wenn sie sich für einen Beruf im Handwerk entscheiden, in fast allen Fällen hervorragende Abschlüsse erreichen und hochmotivierte Handwerkerinnen sind. Ebenso zeigt sich, dass die weiblichen Fachkräfte in den männlich dominierten Gewerken sich mehr Koleginnen an ihrer Seite wünschen.

 

Zusätzlich konnte der Life e.V. die Erfahrung machen, dass diejenigen Betriebe, die zunächst skeptisch waren gegenüber der Leistungskraft von Frauen in typischen Männerdomänen des Handwerks, sehr schnell die Kompetenzen und Fähigkeiten von Frauen auch für diese Berufe erkannt haben und nicht mehr auf weibliche Fachkräfte verzichten wollen.

 

 

Mögliche Vorbehalte der Betriebe können entkräftet werden

 

Die weitaus meisten Betriebe sind aufgeschlossen gegenüber weiblichen Auszubildenden und Gesellinnen, auch in den früheren Männerdomänen. Bei einigen wenigen Unternehmen gibt es aber vielleicht noch Vorbehalte gegenüber weiblichen Beschäftigten, die einer kritischen Überprüfung nicht standhalten.

 

Im der oben genannten Broschüre werden die wesentlichen "Probleme" und "Fragen", die die Betriebe bei der Einstellung von Frauen sehen oder haben könnten, größtenteils entkräftet. Mögliche Fragen sind: 

Zu wenig Bewerberinnen?
Zu geringe Körperkraft?
Nicht voll einsatzfähig in der Familienphase?
Vorbehalte bei Kunden?
Zusätzliche Investitionen für sanitäre Anlagen?

 

Zu letzten Frage: "Zusätzliche Investitionen für sanitäre Anlagen?" verweisen wir auf unsere eigenen Ergebnisse: Der "Mythos" der extra Damentoilette. 

 

 

Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit

 

Die Bundesregierung und die Wirtschaftsverbände stimmen in dem Ziel überein, durch aktive betriebliche Fördermaßnahmen sowohl die Ausbildungsperspektiven und die beruflichen Chancen der Frauen als auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter nachhaltig zu verbessern. Damit sollen deutliche Erhöhungen des Beschäftigungsanteils von Frauen erreicht werden, auch in Bereichen, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind. Dies sind insbesondere Führungspositionen und zukunftsorientierte Berufe. Maßnahmen zur Verfolgung dieser Ziele werden auch eine Verringerung der einkommensunterschiede zwwischen Männern und Frauen beitragen.

 

Mögliche betriebliche Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit könnten z.B. die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen, eine frauengerechtere Ansprache bei der Suche nach weiblichen Bewerberinnen oder eine flexiblere Gestaltung der Familienphase für Mütter und Väter.

 

Mehr zu "Betriebliche Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit"

 


 



Titelbild der Broschüre "Frauen im Handwerk"






Zukünftige Zimmerfrauen auf der Baumesse?










Frauen in der Ausbildung zur Elektronikerin mit dem Schwerpunkt Solarenergie beim Life e.V.